Liedervorstellung

Die Knacknuss mit der Lautstärke! – Vorstellung von „Fronturlaub“

30/05/2012

Wir haben ein Lautstärkeproblem! In meiner fabelhaften Traumvorstellung spielen wir drei akustisch mit Kontrabass, Gitarre und Mini-Schlagzeug in einem großen Zelt vor 1000 Leuten und man kann uns einwandfrei hören. Leider ist dem nicht so! In unseren kleinen Übungsräumlichkeiten hör ich, während wir spielen, den Kontrabass von Knick Knack nur in meiner Einbildung, meine Gitarre selten und meinen Gesang nur, wenn ich schreie. Lass Lego ist am Schlagzeug einfach zu laut. Trotz stapelweiser Leinentücher auf den Trommeln, um die Felle etwas zu zügeln, konnten wir das Kinderschlagzeug nicht bändigen. Somit mussten wir sein Mini-Schlagzeug durch die Cajon ersetzen, welches sich sofort als die bessere Wahl zeigte, so dass Lass Lego fröhlich anfing die Cajon zusätzlich mit Becken und unterstützenden Kracherzeugern zu verfeinern.

Doch das was Lass Lego zu laut war, ist Knick Knack immer noch zu leise. Daher hat unser Herr der Saiten beschlossen von einem erfahrenen Bassbauer seinen Bass einstellen zu lassen. Außerdem überlegt er seinen Bass zu verstärken, damit er lauter wird. Ihr merkt also, es werden keine Kosten und Mühen gescheut, damit ihr uns problemlos auf unseren zukünftigen Konzerten hören könnt. Leider muss die Publikumszahl nur etwas schrumpfen, schnief.

Uns Dreien ist es klar, dass wenn wir die Lautstärkenuss geknackt kriegen, wir den ersten und entscheidenden Schritt zu einer guten Bardentruppe gemacht haben. Bei der letzten Probe ist uns dies bei drei bis vier Liedern gelungen und rasch haben wir feststellen können, was an den Liedern noch zu verbessern ist. Bei allen war es eigentlich das Gleiche und zwar die Gesänge (Jetzt hört man sie ja mal). Wir benötigen dringend Mehrstimmigkeit in diesen Liedern. Also haben wir angefangen nur mit Gitarre an den einzelnen Stimmen zu arbeiten und ihr werdet es nicht für möglich halten, aber die hohe Knabenchor-Stimme hat nicht ausschließlich die zierliche Halbelfe geliefert! Nein es war der gute Knick Knack, der noch höher als die Elfenstimme vor sich hin trällerte und das auch noch mit dem mustergültigen Ton. Und ganz anders als erwartet, fühlte sich Lass Lego nicht an seinem elfischen Ehrgeiz gepackt, sondern sang dann eben die tiefere Tenorstimme. Ich muss schon sagen, dass ich von der Einstellung, die unsere Halbelfe an den Tag legt, ziemlich beeindruckt bin. Er arbeitet jederzeit lieddienlich. Es geht weniger um sein Ego sondern in erster Linie um das Lied. Deswegen macht die Arbeit mit ihm sehr viel Spaß.

Ich hatte ja angekündigt regelmäßig Lieder von uns vorzustellen. Den Anfang möchte ich mit dem ersten Lied, das ich für die Kapeiken geschrieben habe, machen. Hier eine kleine inhaltliche Abhandlung über „Fronturlaub“:
Musikalisch ist es eine Ballade in Dur, die stark an die Lieder der berühmten Bardentruppe „Blond Grobi“ erinnert. Bedeutet nebenbei, dass wir noch was mit unseren Haaren anstellen müssen … vorne kurz und hinten lang wäre authentisch. Egal, weiter im Text: Inhaltlich handelt das Lied von einem krassen Krieger, der eine Frau anbaggert, mit dem Ziel sie für eine Nacht ins Bett zu kriegen. Natürlich erzählt er die ganze Zeit von sich selbst und was für ein derber Held er ist, macht keine Komplimente und sein Todschlagargument um sie flachzulegen ist, dass er ja morgen wieder an die Front muss und dort sterben könnte. Ja, es ist ein sehr romantisches Lied und weil es die Wirklichkeit so deutlich wiederspiegelt, wird es vielen Frauen ans Herz gehen.

So, eins noch zum Abschluss: Wir werden voraussichtlich beim „Zum taumelnden Biest – der Märchenonkel“ auftreten. Anmeldung soll ab sofort möglich sein. Hier die Adresse: http://www.taumelndesbiest.sirvigor.net/index.html
Fistus Famos

Hintergründe

Die Tugend, die man als Kapeike braucht

12/05/2012

Eine Ewigkeit habe ich nach solch einem Trommler gesucht!…. Aber bevor ich davon berichte, zuerst das Wesentliche: Die Kapeiken wurden nun feierlich gegründet! In der  vergangenen Woche, haben wir das erste Mal in vollzähliger Besetzung eine komplette Probe praktiziert.

Wie viele ja bereits wissen, hatte ich schon länger geplant ein Barden-Trio auf die Beine zu stellen und mit dieser Idee im Hinterstübchen hatte ich nicht nur neue Arien komponiert, sondern als Solo-Barde auch bereits öffentlich dargestellt. Ebenfalls wissen einige wenige  auch, das ich mit „Knick Knack“, dem Herren für die dicken Saiten, auch schon seit einem Jahr in launenhaften Abständen musiziere. Und ich möchte an dieser Stelle zugeben, dass auch der Halbelf „Lass Lego“ bisweilen bei solch einem Treffen anwesend war. Doch auch wenn wir drei uns schon von Anfang an gernhatten, muss jeder einzelne auch den Plan, die Kapeiken zu gründen und zu leben, vollends mittragen. Zu diesem Beistand gehört die Zeit, die man bereit ist aufzubringen, die Aufopferung während und außerhalb jeder Probe und der Wille jeden Auftritt zum besten Konzert zu machen. Das wichtigste um diese Tugenden zu verwirklichen ist eine außerordentliche Kalenderführung und eine hervorragende persönliche Zeitplanung. Doch wie jeder weiß, tut sich gerade das Elfenvolk mit diesen Tugenden erheblich schwer. Natürlich ist „Lass Lego“ nur ein Halbelf, doch gerade bei der terminlichen Zuverlässigkeit und dem allgemeinen Zeitgefühl schlägt das Elfenblut in ihm voll durch. „Knick Knack“ und ich haben uns bereits folgende Annahme überlegt, die dieses Verhalten erläutern könnte: Da die Elfen unendlich alt werden und auch die Halbelfen gemeinhin bekannt diesen Fluch mit abbekommen haben, leben sie ein wenig in den Tag hinein. Frei nach dem Motto:“ Was ich heute nicht kann besorgen, mache ich dann …. bald!“. Ergo: Fürs elfische Gemüt ist eine lächerliche Stunde über den Daumen gepeilt so viel wert wie für uns Menschen eine Minute. Somit ist es etwas schwierig sich zu verabreden. Wir müssten es so wie alle Elfen machen: Wenn wir jemanden treffen möchten gehen wir an den Ort der für seine Gegenwart am wahrscheinlichsten ist und warten dort auf ihn. Zeit haben wir ja genügend.  Für eine Elfe oder eine Halbelfe stimmt diese Aussage über die Zeit ja auch, für uns Menschen hingegen nicht und im schlimmsten Fall kann es bedeuten, dass zwei Menschen, also „Knick Knack“ und ich, leider schon zu ihrem ersten Auftritt verstorben sind.

Warum wir uns keinen verlässlicheren Trommler suchen? Weil keiner so gut ist! „Lass Lego“ vereint durch sein geteiltes Wesen zwei Eigenschaften in der richtigen Mischung miteinander. Zum Ersten die elfische, akribische, peinlich genaue Exaktheit, die jeden seiner Trommelschläge wie ein mechanisches Uhrwerk im korrekten Abstand zueinander erklingen lassen. Und zum Zweiten sein menschliches Gefühl für den Moment, der seinem Trommeln eine ordentliche Portion Leichtigkeit und Leidenschaft verleiht. Ich bin in meiner Zeit als Solo-Barde oder mit dem Duo-Spectaculus durch viele Länder gereist, habe die unterschiedlichsten Völker besucht und wurde sogar einmal durch Raum und Zeit verbannt. Doch nirgendwo habe ich jemals ein Wesen getroffen, was so antreibend trommeln kann. Nun bin ich an dem anfänglichen Satz angekommen und ich könnte nun seitenweise mit den Schwärmereien anfangen, aber mir wäre es lieber wenn ihr euch selbst davon überzeugt. Ja, wir haben es tatsächlich geschafft einige Eckpunkte abzugrenzen und wir haben Termine vereinbart. Zu diesen Eckpunkten gehören die Proben, die Kleidung, die Werbung und die erste Möglichkeit uns zu hören ist unser erster öffentlicher Auftritt auf Mitraspere im Scorpions Inn (genauere Informationen auf unserer Werbeseite www.facebook.com/kapeiken ). Und weil wir dies alles so hinbekommen haben, dachten wir uns: „Wir sind ab nun gegründet, wir sind die Kapeiken!“.

In diesem musischen Tagebuch möchten wir ab jetzt unsere Entwicklung festhalten und für jeden Interessierten lesbar machen. Hier erfahrt ihr, an welchen Liedern wir gerade basteln. Hier stellen wir jedes Lied als Hörprobe oder inhaltlich vor. Die Gedanken und Träume der Kapeiken werden hier offenbart und jeder Leser bekommt die einmalige Aussicht den Aufstieg oder auch den Fall einer Bardengruppe mitzuerleben.

Bis zum nächsten mal, dann sicherlich mit einer Liedvorstellung, mehr über den Herren der dicken Saiten und das Lautstärkeproblem unseres Halbelfen.

Gez. Fistus Famos