Konzerte Liedervorstellung

Das neue Jahr hat begonnen

14/05/2013

Endlich!

Der Winterschlaf der Kapeiken ist überstanden und wir haben große Pläne und erste Erfolge zu verzeichnen.

Zuerst zu den Plänen:
Wir werden noch im Mai ins Studio gehen und dort ein kleines Demo von 4 Liedern aufnehmen. Jeden Fan, der jetzt hofft, seine erste CD der Kapeiken in den Händen halten zu können, müssen wir leider vorerst enttäuschen. Die CD dient einzig und allein zu Werbezwecken, aber es werden bestimmt online Auszüge dieser CD zu hören sein.
Aufs Demo geschafft haben es „Fronturlaub“ (bereits beschrieben im Tagebucheintrag Die Knacknuss mit der Lautstärke! ), „Hack“, „Marlen“ und „Mit den Hexen tanzen gehen“ (beschrieben in diesem Tagebucheintrag, siehe unten).
Aber eine richtige CD zu produzieren, schwirrt schon seit längerem in unseren Köpfen, so dass wir uns entschlossen haben, über das Crowdfunding-System eine CD zum käuflichen Erwerb in 2014 zu produzieren. Der Hintergrund des Crowdfunding liegt darin, dass wir von mehreren Fans finanziell unterstützt wird, eine CD aufzunehmen und zu veröffentlichen. Dafür erhalten die Financiers die CD als Erste und werden in dieser auch namentlich erwähnt. Der Betrag der Unterstützung unterscheidet sich dabei nicht vom späteren tatsächlichen CD-Preis. So die Idee. Die Umsetzung dieser Idee soll noch im Mai beginnen und wird von uns dann in den üblichen Portalen vorgestellt.

Nun zu den Erfolgen:
Wir sind in der vergangenen Woche von Mittwochabend bis Samstagabend ungefähr sechs mal auf dem Jenseits der Siegel aufgetreten. Das Jenseits der Siegel ist eine Liverollenspielveranstaltung wie das Conquest of Mythodea auf dem wir letztes Jahr unsere Prämiere feierten (siehe auch Tagebucheinträge Unser erstes Abenteuer Teil 1 und Teil 2). In diesem besonderen Falle ist das JDS ein etwas kleinerer Ableger des COM. Trotzdem waren noch 700 Menschen verkleidet in Rolle vor Ort und wir mittendrin. Unsere Auftritte fanden entweder in der einzigen Taverne, dem „Schädel & Keule“, statt, oder direkt bei Spielergruppen die uns während der Veranstaltung gebucht haben. Jeder einzelne Auftritt für sich war ein Erfolg. Doch dazu sei gesagt, dass wir einen erfolgreichen Auftritt nicht darüber definieren wie fehlerfrei und besonders gut wir gespielt haben – von diesem Eigenlob möchten wir Abstand nehmen – sondern wie viele neue Leute wir berühren und für uns begeistern konnten. Und das war in Summe eine beeindruckende Menge!
Auch als Erfolg wird von uns betitelt, dass wir neue Lieder anbieten konnten. Lieder wie „Heiler-Bardin“, „Sklave einer Hexe“ und „Ich mag es wenn sie weinen“ wurden von uns hier zum ersten Mal vorgetragen. Doch am besten von all unseren gespielten Liedern gefiel mir wieder mal „Tanz den verrückten Hofnarr“, zu dem das Publikum beine- und schulternschüttelnd tanzte und dazu mit herausgestreckter Zunge „lallalalala“ schrie. Einfach Wahnsinn, vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Wir konnten auch einige Erkenntnisse aus diesen fast fünf Tagen ziehen und dafür ist diese Art von Veranstaltung einfach spitze. Die wichtigste Erkenntnis dabei war, welche Lieder beim Publikum besser ankommen und welche weniger. Des weiteren haben wir nun auch verstanden, dass wir mehrere unterschiedliche Liederzusammenstellungen für unterschiedliche Arten von Konzerten benötigen. Gern würden wir zukünftig mit unserer Musik auch Mittelaltermärkte oder Musikfestivals unseres Genres bedienen können und dazu braucht man das passende Programm.
Eine andere Feststellung war, dass unsere Namenszug-Karten sehr gut ankommen. Wir wollen mehr und andere Versionen erstellen, da wir erlebt haben, wie die Leute bereits angefangen haben diese zu sammeln und zu tauschen. Vielleicht gibt es dann irgendwann ein Album in das man dann alle reinkleben kann….

Diejenigen die diesen Blog regelmäßig verfolgen, kennen bereits meine unregelmäßige schriftliche Vorstellung einzelner, von mir geschriebener Kapeikenlieder. Hier nun eine weitere inhaltliche Abhandlung, diesmal über „Mit den Hexen tanzen gehen“:
Eine temporeiche Nummer in A-Dur mit hohem Tanz- und Mitsingpotential. Der Text handelt von den üblichen Charakteren des klassischen Fantasy oder Mittelalter Szenarios, in denen diese Charaktere normalerweise eine gute Gesinnung attestiert werden. Man traut einem Ritter, einem Heiler oder sogar dem romantisch märchenhaften König keine üblen Taten zu. Das Lied bricht aber mit dieser Annahme und zerstört einigen naiven Fantasyliebhabern die Vorstellung nach einer heilen Welt in der man Gut und Böse wie Schwarz und Weiß voneinander trennen kann. Der Text beschreibt die Sehnsucht nach dem Verruchten. So ersehnt sich der Ritter in dem Lied „Mit den Hexen tanzen gehen“ danach, ein gut bezahlter Söldner zu sein. Lieber unmoralisch und reich, als edel und arm. Ein Lied, das einem den Superhelden wieder menschlicher erscheinen lässt.

Konzerte

Unser erstes Abenteuer Teil 2

28/08/2012

(Ihr erinnert euch aus Teil 1, dass wir nach unserem ersten Konzert auf Mitraspere von der Stadtwache abgeführt und ins Gefängnis geworfen wurden.)

Die 1. Staatsanwältin zeigte in äußerst schneller und bestechend genauer Präzision Beurteilungsgabe. Sie erkannte sofort, dass wir die Leidtragenden waren und unsere Ankläger eifersüchtige Intriganten. Sie löste die Auseinandersetzung elegant, indem Sie uns die Mitgliedschaft erkaufte (Insgesamt 3 Silber und 3 Kupper) und die Bardengildenmitgliedsausweise für uns zukünftig verwarte. Wenn wir in Zukunft wieder Probleme mit der Bardengilde bekommen sollten, dürfen wir an die 1. Staatsanwältin verweisen. Diese Entscheidung wurde von den Repräsentanten der Bardengilde zähneknirschend akzeptiert, und als sie von der 1. Staatsanwältin fortgeschickt wurden, ernteten wir noch einige böse Blicke.

Natürlich wollten wir uns bei unserer Retterin mit einer musikalischen Kostprobe revanchieren, aber dazu fehlten uns nun unsere Instrumente. Die Stadtwache hatte bei unserer Verhaftung diese nicht mit in Gewahrsam genommen und somit vermuteten wir, dass der Pöbel (Beschreibung in Teil 1) uns diese entwendet hatte. Genauso war es auch. Wir mussten uns nun erst einmal die Gitarre, den Kontrabass und die Cajon zurückerobern. Eine Kombination aus Musik, Versprechungen und ein wenig Kupper waren unsere Waffen um den Pöbel zu übertölpeln.

Mit neuen Saiten und frisch gestimmten Instrumenten spielten wir vor der Stadtwache und vor unserer neuen Freundin der 1. Staatsanwältin der Stadt. Nachdem wir dort mit tosendem Applaus von dannen zogen, sprachen uns drei äußerst unseriöse Herren an. Der Rädelsführer dieser düsteren Truppe stellte sich mit dem Namen „Frotzen“ vor. Sie wollten uns für ihre kleine Taverne zur Unterhaltung. Und sie wollten uns sofort! Uns Dreien war es etwas mulmig im Bauch. Aber sie lockten uns mit kühlen Getränken und einem Badezuber, also machten wir uns auf den Weg und landeten im „Jolly Rouge“.

Das „Jolly Rouge“ war nicht so gut besucht wie das „Scorpions Inn“, aber es war sehr familiär. Die anfangs etwas zwielichtigen Gestalten entpuppten sich als besonders gastfreundliche Herren. Wir belohnten dies, indem wir uns von der musikalisch besten Seite zeigten. Und nachdem wir jeden einzelnen Tisch bespaßt hatten, kamen wir in den Genuss vor vier hübschen Damen im Hinterraum des „Jolly Rouge“ spielen zu dürfen. Wir spielten, doch nach dem zweiten Lied war uns sehr heiß. Ob es an dem heißen Badezuber oder an den vier nackten Frauen die darin saßen, lag, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.

Auf jeden Fall war danach für uns Schluss! Nicht weil wir nicht mehr mochten oder konnten. Nein, wir wurden regelrecht ausgeschaltet. Mir war schon seit geraumer Zeit, seitdem wir uns im „Jolly Rouge“ aufhielten, aufgefallen, dass unsere alte Bekannte aus der Bardengilde uns bösen Blickes beobachtete. Als wir aus dem Hinterraum zurückkehrten, bemerkte ich auch, dass sie mit jemanden vor der Taverne sprach und immer wieder wild gestikulierend auf uns zeigte. Ich machte mir darüber keine Gedanken, weil ich solches Ausmaß an Begeisterung kannte. Aber ihr Motiv war eher böser Natur, denn auf einmal griffen uns drei Auftragsmörder an. Ich bekam ein Messer in den Bauch und ging schwer verletzt, dem Tode nahe zu Boden. Bevor die Mörder ihre Tat aber zur Vollendung führen konnten, wurden sie von den Gästen des „Jolly Rouge“ vertrieben.

So endete unser Ausflug nach Mitraspere, denn schwer verletzt musste ich viele Tage von Heilerinnen gepflegt werden. Ich möchte aber jeden beruhigen, der glauben könnte, dass dies unser nicht nur erster sondern gleichzeitig auch letzter Auftritt gewesen sein könnte. Es hat uns riesigen Spaß gemacht und wir machen weiter! Als nächstes kann man uns auf dem „taumelnden Biest 4“ kommendes Wochenende sehen (hier gehts zur Infoseite !). Wenn ihr da noch nicht angemeldet seid, dann tut dies, es sind noch Spielerplätze frei.

Konzerte Liedervorstellung

Unser erstes Abenteuer Teil 1 – Liedvorstellung „Iwel Kniewel“

21/08/2012

Es war unser erstes Konzert und es wird uns ewig in Erinnerung bleiben!

Ich will euch davon berichten. Zunächst wie alles begann:

Wir kamen einen Tag vor unserem ersten Konzert auf Mitraspere (Mythodea) an, bauten alles auf und gingen abends in das Scorpions Inn, um schon mal ein wenig auf uns aufmerksam zu machen. Als wir da so Rum trinkend und Schischa rauchend rumsaßen, stellten wir fest, dass wir mit der in der Stadt ansässigen Bardengilde Probleme bekommen würden. Wir lernten ein Mitglied der Bardengilde kennen, konnten uns aber durch ein raffiniertes Wortgefecht vor der Mitgliedschaft retten. Sätze wie „Ja klar, morgen treten wir bei euch ein!“ oder „20% unserer Einnahmen gehen natürlich an Euch. Dürfen wir auch mehr zahlen?“ konnten uns die Dame und die von ihr angestachelte Stadtwache vom Hals schaffen.

Den Konzerttag begannen wir dann nicht mit dem Weg zur Bardengilde, sondern damit, überall auf Mitraspere Karten zu unserem Konzert zu verkaufen und Plakate aufzuhängen. Als wir schließlich am Abend die Bühne im Scorpions Inn betraten, wurden wir von, ich will wirklich nicht übertreiben, 100-200 Gästen empfangen. Das Scorpions Inn war völlig überfüllt, so dass sich ein großer Pulk vor dem Zelt aufhielt um ein wenig von dem Konzert mitzubekommen.
Wir legten los mit unserer Polka „Die Kapeiken“. Der Applaus war verhalten. Das Eis brach dann die Nummer: „Iwel Kniewel“ (siehe Beschreibung unten) und Lied für Lied gewannen wir die Gunst des Publikums. Lieder wie „Militärische Grundlage“, „Knechtfest“ und „(Mit den?) Hexen tanzen gehen“ wurden lauthals mitgesungen und bei unserer Zugabe, zu der meine Gitarre nur noch zwei Saiten besaß, schafften wir es, dass alle im und vor dem Zelt zu „Tanz den verrückten Hofnarr“ hemmungslos abspackten. Sie tanzten mit Zunge raus und rudernden Armen… es war einfach großartig.

Nach unserem Konzert wurde es für uns aber besonders hitzig. Ein kleiner Teil dieses erstklassigen Publikums, im folgenden einfach Pöbel genannt, trat auf uns zu. Der Pöbel, ausgestattet mit Meinungsverstärker in Form von groben Holzknüppeln, forderte sein Geld zurück. Die Begründung dazu war, dass es keinen Kartenabreißer gab und sie sich das Konzert auch hätten umsonst anschauen können. Was soll ich dazu sagen, sie hatten einen kleinen Geist durchtränkt mit Alkohol. Schnell stellten wir fest, dass wir gegen diesen stumpfen und brutalen Pöbel nur mit unserer Wortgewandtheit keine Chance haben würden. Plötzlich trat die Stadtwache mit den Worten „Seid ihr die Barden, die nicht in der Bardengilde sind?“ auf den Plan. Überlebensinstinkte übermannten uns, und bei der Wahl zwischen Gefängnis und Todgeprügelt sagten wir laut: „Ja, und euch finden wir genauso doof!“. So wurden wir in Handschellen direkt von der Bühne verhaftet und durch unser applaudierendes Publikum ins Gefängnis abgeführt. Von nun an rutschten wir von einem Abenteuer ins nächste. Wir wurden der 1. Staatsanwältin der Stadt vorgeführt. Warum diese Frau da ist, wo sie ist, wurde uns schnell klar….. Fortsetzung folgt in Teil 2!

Hier nun eine weitere Liedvorstellung:
Es geht um das Gedankengut eines finsteren Bösewichts nachdem er endlich die Welt unter seine Kontrolle gebracht hat. Es heißt „Iwel Kniewel“. So, denken wir, könnte der einzig wahre und schrecklichste Bösewicht heißen. Die große Herausforderung bei diesem Lied war es, den Bösewicht darzustellen. Man muss bei diesem Vortrag denken und fühlen wie Iwel Kniewel. Man muss zu Iwel Kniewel werden! Dass ich, Fistus, das immer schaffe, liegt nicht an meinem unglaublichen schauspielerischen Talent. In erster Linie liegt es an der musikalischen Ausrichtung des Liedes. Mollakkorde in düsterer Halbtonschrittfolge, tragen den Hörer treibend aber langsam durch den finsteren Text über das schreckliche überhebliche Lachsolo hin zu einem krächzenden Ende, das einem Abgrund ins Nichts gleich kommt.
Ziel des Liedes soll sein, dass jeder jederzeit alles dafür tun sollte, dass dieses Szenario niemals Realität wird.

Liedervorstellung

Die Knacknuss mit der Lautstärke! – Vorstellung von „Fronturlaub“

30/05/2012

Wir haben ein Lautstärkeproblem! In meiner fabelhaften Traumvorstellung spielen wir drei akustisch mit Kontrabass, Gitarre und Mini-Schlagzeug in einem großen Zelt vor 1000 Leuten und man kann uns einwandfrei hören. Leider ist dem nicht so! In unseren kleinen Übungsräumlichkeiten hör ich, während wir spielen, den Kontrabass von Knick Knack nur in meiner Einbildung, meine Gitarre selten und meinen Gesang nur, wenn ich schreie. Lass Lego ist am Schlagzeug einfach zu laut. Trotz stapelweiser Leinentücher auf den Trommeln, um die Felle etwas zu zügeln, konnten wir das Kinderschlagzeug nicht bändigen. Somit mussten wir sein Mini-Schlagzeug durch die Cajon ersetzen, welches sich sofort als die bessere Wahl zeigte, so dass Lass Lego fröhlich anfing die Cajon zusätzlich mit Becken und unterstützenden Kracherzeugern zu verfeinern.

Doch das was Lass Lego zu laut war, ist Knick Knack immer noch zu leise. Daher hat unser Herr der Saiten beschlossen von einem erfahrenen Bassbauer seinen Bass einstellen zu lassen. Außerdem überlegt er seinen Bass zu verstärken, damit er lauter wird. Ihr merkt also, es werden keine Kosten und Mühen gescheut, damit ihr uns problemlos auf unseren zukünftigen Konzerten hören könnt. Leider muss die Publikumszahl nur etwas schrumpfen, schnief.

Uns Dreien ist es klar, dass wenn wir die Lautstärkenuss geknackt kriegen, wir den ersten und entscheidenden Schritt zu einer guten Bardentruppe gemacht haben. Bei der letzten Probe ist uns dies bei drei bis vier Liedern gelungen und rasch haben wir feststellen können, was an den Liedern noch zu verbessern ist. Bei allen war es eigentlich das Gleiche und zwar die Gesänge (Jetzt hört man sie ja mal). Wir benötigen dringend Mehrstimmigkeit in diesen Liedern. Also haben wir angefangen nur mit Gitarre an den einzelnen Stimmen zu arbeiten und ihr werdet es nicht für möglich halten, aber die hohe Knabenchor-Stimme hat nicht ausschließlich die zierliche Halbelfe geliefert! Nein es war der gute Knick Knack, der noch höher als die Elfenstimme vor sich hin trällerte und das auch noch mit dem mustergültigen Ton. Und ganz anders als erwartet, fühlte sich Lass Lego nicht an seinem elfischen Ehrgeiz gepackt, sondern sang dann eben die tiefere Tenorstimme. Ich muss schon sagen, dass ich von der Einstellung, die unsere Halbelfe an den Tag legt, ziemlich beeindruckt bin. Er arbeitet jederzeit lieddienlich. Es geht weniger um sein Ego sondern in erster Linie um das Lied. Deswegen macht die Arbeit mit ihm sehr viel Spaß.

Ich hatte ja angekündigt regelmäßig Lieder von uns vorzustellen. Den Anfang möchte ich mit dem ersten Lied, das ich für die Kapeiken geschrieben habe, machen. Hier eine kleine inhaltliche Abhandlung über „Fronturlaub“:
Musikalisch ist es eine Ballade in Dur, die stark an die Lieder der berühmten Bardentruppe „Blond Grobi“ erinnert. Bedeutet nebenbei, dass wir noch was mit unseren Haaren anstellen müssen … vorne kurz und hinten lang wäre authentisch. Egal, weiter im Text: Inhaltlich handelt das Lied von einem krassen Krieger, der eine Frau anbaggert, mit dem Ziel sie für eine Nacht ins Bett zu kriegen. Natürlich erzählt er die ganze Zeit von sich selbst und was für ein derber Held er ist, macht keine Komplimente und sein Todschlagargument um sie flachzulegen ist, dass er ja morgen wieder an die Front muss und dort sterben könnte. Ja, es ist ein sehr romantisches Lied und weil es die Wirklichkeit so deutlich wiederspiegelt, wird es vielen Frauen ans Herz gehen.

So, eins noch zum Abschluss: Wir werden voraussichtlich beim „Zum taumelnden Biest – der Märchenonkel“ auftreten. Anmeldung soll ab sofort möglich sein. Hier die Adresse: http://www.taumelndesbiest.sirvigor.net/index.html
Fistus Famos

Hintergründe

Die Tugend, die man als Kapeike braucht

12/05/2012

Eine Ewigkeit habe ich nach solch einem Trommler gesucht!…. Aber bevor ich davon berichte, zuerst das Wesentliche: Die Kapeiken wurden nun feierlich gegründet! In der  vergangenen Woche, haben wir das erste Mal in vollzähliger Besetzung eine komplette Probe praktiziert.

Wie viele ja bereits wissen, hatte ich schon länger geplant ein Barden-Trio auf die Beine zu stellen und mit dieser Idee im Hinterstübchen hatte ich nicht nur neue Arien komponiert, sondern als Solo-Barde auch bereits öffentlich dargestellt. Ebenfalls wissen einige wenige  auch, das ich mit „Knick Knack“, dem Herren für die dicken Saiten, auch schon seit einem Jahr in launenhaften Abständen musiziere. Und ich möchte an dieser Stelle zugeben, dass auch der Halbelf „Lass Lego“ bisweilen bei solch einem Treffen anwesend war. Doch auch wenn wir drei uns schon von Anfang an gernhatten, muss jeder einzelne auch den Plan, die Kapeiken zu gründen und zu leben, vollends mittragen. Zu diesem Beistand gehört die Zeit, die man bereit ist aufzubringen, die Aufopferung während und außerhalb jeder Probe und der Wille jeden Auftritt zum besten Konzert zu machen. Das wichtigste um diese Tugenden zu verwirklichen ist eine außerordentliche Kalenderführung und eine hervorragende persönliche Zeitplanung. Doch wie jeder weiß, tut sich gerade das Elfenvolk mit diesen Tugenden erheblich schwer. Natürlich ist „Lass Lego“ nur ein Halbelf, doch gerade bei der terminlichen Zuverlässigkeit und dem allgemeinen Zeitgefühl schlägt das Elfenblut in ihm voll durch. „Knick Knack“ und ich haben uns bereits folgende Annahme überlegt, die dieses Verhalten erläutern könnte: Da die Elfen unendlich alt werden und auch die Halbelfen gemeinhin bekannt diesen Fluch mit abbekommen haben, leben sie ein wenig in den Tag hinein. Frei nach dem Motto:“ Was ich heute nicht kann besorgen, mache ich dann …. bald!“. Ergo: Fürs elfische Gemüt ist eine lächerliche Stunde über den Daumen gepeilt so viel wert wie für uns Menschen eine Minute. Somit ist es etwas schwierig sich zu verabreden. Wir müssten es so wie alle Elfen machen: Wenn wir jemanden treffen möchten gehen wir an den Ort der für seine Gegenwart am wahrscheinlichsten ist und warten dort auf ihn. Zeit haben wir ja genügend.  Für eine Elfe oder eine Halbelfe stimmt diese Aussage über die Zeit ja auch, für uns Menschen hingegen nicht und im schlimmsten Fall kann es bedeuten, dass zwei Menschen, also „Knick Knack“ und ich, leider schon zu ihrem ersten Auftritt verstorben sind.

Warum wir uns keinen verlässlicheren Trommler suchen? Weil keiner so gut ist! „Lass Lego“ vereint durch sein geteiltes Wesen zwei Eigenschaften in der richtigen Mischung miteinander. Zum Ersten die elfische, akribische, peinlich genaue Exaktheit, die jeden seiner Trommelschläge wie ein mechanisches Uhrwerk im korrekten Abstand zueinander erklingen lassen. Und zum Zweiten sein menschliches Gefühl für den Moment, der seinem Trommeln eine ordentliche Portion Leichtigkeit und Leidenschaft verleiht. Ich bin in meiner Zeit als Solo-Barde oder mit dem Duo-Spectaculus durch viele Länder gereist, habe die unterschiedlichsten Völker besucht und wurde sogar einmal durch Raum und Zeit verbannt. Doch nirgendwo habe ich jemals ein Wesen getroffen, was so antreibend trommeln kann. Nun bin ich an dem anfänglichen Satz angekommen und ich könnte nun seitenweise mit den Schwärmereien anfangen, aber mir wäre es lieber wenn ihr euch selbst davon überzeugt. Ja, wir haben es tatsächlich geschafft einige Eckpunkte abzugrenzen und wir haben Termine vereinbart. Zu diesen Eckpunkten gehören die Proben, die Kleidung, die Werbung und die erste Möglichkeit uns zu hören ist unser erster öffentlicher Auftritt auf Mitraspere im Scorpions Inn (genauere Informationen auf unserer Werbeseite www.facebook.com/kapeiken ). Und weil wir dies alles so hinbekommen haben, dachten wir uns: „Wir sind ab nun gegründet, wir sind die Kapeiken!“.

In diesem musischen Tagebuch möchten wir ab jetzt unsere Entwicklung festhalten und für jeden Interessierten lesbar machen. Hier erfahrt ihr, an welchen Liedern wir gerade basteln. Hier stellen wir jedes Lied als Hörprobe oder inhaltlich vor. Die Gedanken und Träume der Kapeiken werden hier offenbart und jeder Leser bekommt die einmalige Aussicht den Aufstieg oder auch den Fall einer Bardengruppe mitzuerleben.

Bis zum nächsten mal, dann sicherlich mit einer Liedvorstellung, mehr über den Herren der dicken Saiten und das Lautstärkeproblem unseres Halbelfen.

Gez. Fistus Famos